Traumhafte Steibisfahrt für 9e, 9f & Begleiter

 

Aufgrund der Straßenverhältnisse und des Schulausfalls unmittelbar vor Reiseantritt war lange unklar, ob wir zu der lang ersehnten Klassenfahrt pünktlich starten könnten. Es ging doch alles gut! Wir kamen vom Schulparkplatz zur vereinbarten Zeit weg, und dank der umsichtigen Fahrweise der Busfahrer von Jan-Klein kamen wir gegen 8 Uhr in Steibis an.

Für mich, der unzählige Male in Steibis war, gab es gleich bei der Ankunft Neuigkeiten. Vorweg das Unerfreuliche: das Frühstück im Stehen vor dem Geschäft von Klaus Hauber kann leider kein Ersatz für die Mahlzeit sein, die man früher in der Festhalle bekam. Ich möchte mir das Gejammer der Teilnehmer bei Wind und Wetter in dieser zugigen Passage nicht vorstellen! Große Freude dagegen, als wir in die neue Kabinenbahn einsteigen durften, die den alten Sessellift am Imberg abgelöst hat.

Danach machten wir uns in bewährter Manier zu Fuß auf den Weg zur Falkenhütte, während unsere Mitfahrer der 7b von der“ Hauptschule in der Wildbahn“ aus Norden das großartige Pistentaxi bestiegen.

Kurze Pause auf dem Weg zum „Falken“

Die letzten Meter „auf allen Vieren“

Kurz vor dem Mittagessen erreichten wir müde und zufrieden die Hütte, von der die Klassen der HTG Ihlow mit Herrn Doerper und Herrn Speckmann sich gerade verabschiedeten.

Das Wiedersehen mit den Familien Schneider und Stenzel sowie ihren Kindern Pia und Hannah war ein sehr schöner Moment, zumal es in einem für mich völlig neuen Rahmen erfolgte. Neben dem alten Schankraum, in dem die Klassen früher in zwei Schichten und in einem „Affentempo“ essen mussten, war mittlerweile ein großzügiger Speisesaal entstanden, wo unsere 3 Klassen zusammen und stressfrei ihre Mahlzeiten einnehmen konnten.

Sehr schnell merkten wir, Lehrer(Frau Bents, Herr Penon, Herr Birkner und ich), dass wir mit Frau Wischnewski, Frau Kreienbaum und Herrn Kern aus Norden Mitstreiter bekommen hatten, die mit uns auf einer Wellenlänge standen.

Nach einem leckeren Mittagessen wurden uns dann die Zimmer zugewiesen. Das ging quasi „schmerzfrei“ über die Bühne, so dass Klaus Hauber und Erika Schneider sehr schnell mit der Anprobe von Schuhen und Skiern beginnen konnten. Mitten in dieser Aktion gab es plötzlich ein ganz großes „Hallo“: Frau Schlag, Bürgermeisterin von Norden, die gerade eine Kur am Bodensee machte, überraschte ihre ehemaligen Kollegen der „Schule in der Wildbahn“ und uns auch mit ihrem bis dahin geheim gehaltenen Besuch. Die Freude war groß, zumal Frau Schlag uns sofort bei der Betreuung der Anfänger half.

Nach einer ziemlich pünktlich begonnenen Nachtruhe gab es am nächsten Morgen ein Frühstück, wie keiner von uns es sich zu Hause macht, bevor er zur Schule geht. Es fehlte nichts: Cornflakes, Joghurt, Obst, Wurst, Käse, Tee, Kakao, Milch und mindesten 3 Sorten Brötchen. Alles vom Feinsten und genau das Richtige, um den Ski- oder Snowboardkurs in Angriff zu nehmen. Unter Anleitung von German, einem Skilehrer der zum Inventar der Skischule gehört, wurden sehr schnell die 4 Ski-und die 2 Snowboardgruppen gebildet, so dass der Unterricht pünktlich beginnen konnte.

Die Snowboarder beim Aufwärmen

… und die Skifahrer

An den vier folgenden Tagen war unser Leben vom Ski- und Snowboardunterricht geprägt, der uns alles abverlangte. Zuerst lief bei einem tief hängenden Wolkenhimmel und Nebel alles im Bereich des kleinen Liftes ab.

Am 3. Tag, als die Sonne herauskam, konnten die ersten Gruppen sich schon an den großen Lift heranwagen und die ersten Fahrten von ganz oben versuchen. Alles lief gut, und mein Schmerzgel half bei fast allen Muskelwehwehchen. Es blieb, gottlob bis zum Schluss, bei harmlosen Problemen, so dass kaum einmal ein Schüler mit dem Sport aussetzen  musste.

Tolle Sicht bei Traumwetter!

An den 2 Tagen, an denen wir allein für den Sportbetrieb verantwortlich waren, blieben die Schüler so diszipliniert, dass wir bis auf die Knieprobleme eines einzigen Schülers verletzungsfrei blieben. Auch der Riesenslalom, den Herr Birkner und Herr Penon gesteckt hatten, konnte von quasi allen Schülern, ob auf Skiern oder auf dem Board problemlos bewältigt werden. Der spektakuläre Abflug von Frau Bents blieb Gott sei Dank ohne Folgen!

Wintersportprofi: Herr Birkner beim Aufbau des Slaloms

Frau Bents bei der Abfahrt – da steht sie noch…

… und Tor verpasst – ausgeschieden!

Rennleiter Patrice Sineux mit den Assistenten Frau Bents und Herr Penon

… und Start! Auf geht’s – hopp, hopp, hopp…

Bei der stimmungsvollen Siegerehrung, die abends am Lagerfeuer vor der Hütte erfolgte, wurde Mizgin Akti (7b), die die absolute Bestzeit auf Skiern fuhr, zur Skikönigin von Norden und Aurich erklärt. Ihr Pendant auf dem Snowboard war Kai Behrends aus der 9f, der auf den Hängen solche Arabesken vollführte, dass er bei rechtzeitiger Förderung in Vancouver den Medaillenspiegel bestimmt hätte verbessern helfen können!

Nicht nur der Sport, der einen großen Raum einnahm, war schön. Beim Après-Ski mit Discjockey Bon floss der Schweiß in Strömen. Die Nachtwanderung zum Gipfel bei Fackellicht setzte auch einen wichtigen Akzent. Nicht zu vergessen die ellenlangen Kartenpartien vor und nach dem Abendessen.

„Gefährlicher“ Abstieg bei der Nachtwanderung

Natürlich sollte man auch mit einem großen Dankeschön an unsere Gastgeber noch einmal das leckere Essen herausstellen, das wir während der ganzen Zeit vorgesetzt bekamen. Ich glaube, dass kein Schüler so schnell das vorzügliche Pizzabüffet oder den Kaiserschmarrn vergessen wird, an denen jeder sich wunderbar satt essen konnte. Nur die Lehrer sollen gemeckert haben, weil zu der Pizza der Chianti und der Valpolicella fehlten! Stattdessen gab es, als die Schüler schon im Bett lagen, eine leckere Flasche Trollinger als Ersatz! Ging auch!

Leckeres Buffet. Na dann: „Guten Appetit!“

Ganz bemerkenswert aus meiner Sicht war am letzten Vormittag das Verhalten vieler Schüler beider Schulen. Als Frau Schneider einen Anruf bekam mit der Meldung, dass Seminarteilnehmer, die für 9h30 angemeldet waren, bereits um 8h45 erscheinen würden, packten viele mit an, so dass überall im Erdgeschoss Schülerinnen und Schüler zum Staubsauger, zum Putzlappen oder zum Trockentuch griffen. Ende gut, alles gut! Als die Herrschaften erschienen, war alles gesäubert, aufgeräumt und gelüftet!

Daraufhin ließen unsere Gastgeber noch eine Runde „Duplo“ springen, was bei allen Teilnehmern sehr gut ankam!

Es geht nach Hause…

Ein Wort noch zum Nachmittag in Oberstaufen: Die Fahrt von Steibis in die Stadt mit einem für uns reservierten Bus war viel entspannter als in früheren Jahren, als wir noch den Linienbus nehmen und ihn mit vielen Rentnern teilen mussten, die in Oberstaufen einkaufen wollten.

Skurril dürfte nach dem herrlichen Bad im „Aquaria“ das Defilee der Auricher Schüler mit ihren Einkaufstüten vom kleinen „Edeka-Markt“ ausgesehen haben! Ich denke aber, dass diese individuelle Form von Reiseproviant die Landjäger und die knüppelharten Brötchen von früher positiv ersetzt hat!

Zum Schluss möchte ich den Kolleginnen und Kollegen, den Familien Schneider und Stenzel sowie den Schülerinnen und Schülern beider Schulen recht herzlich dafür danken, dass sie mir meine letzte „Amtshandlung“ als Lehrer des Ulricianums so einfach gemacht haben. Diese Woche auf der „Falkenhütte“ wird mir immer als „krönender Abschluss“ meines Berufslebens in Erinnerung bleiben.

Au revoir, Patrice et merci bien :-)

Patrice Sineux

Fotos: Dank an Focko Penon & Co.

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1 Kommentare

 
  1. Sandra
    2010-03-10
    17:24:47

    Total coole fahrt hat echt spass gemacht