Warum konzentrieren wir uns auf Lernkompetenz?

Warum konzentrieren wir uns auf Lernkompetenz?

* weil eine wesentliche Voraussetzung für das Lernen die Beherrschung von Methoden ist

* Vokabeln zum Beispiel lernt man nicht einfach so, denn jeder Lernende hat eine individuelle Methode, um neue Wörter auch wirklich zu behalten und richtig anwenden zu können. Hier würde es also um verschiedene Methoden gehen, das Vokabellernen so optimal wie möglich zu machen

* sich einen Sachtext in Biologie zu erarbeiten, bedeutet nicht einfach nur, ihn zu lesen. Das Verstehen und das Behalten setzen mehr voraus, als einfaches Lesen. Um die dafür notwendigen Methoden geht es also, um aus dem Lesen auch Wissen und Können werden zu lassen.

Aber auch, weil Lernkompetenzen ein Schwerpunkt unseres Schulprogramms sind, mit dem wir die Qualität des Lernens am Ulricianum verbessern möchten |mehr zum Schulprogramm des Ulricianums|.

Unsere Auffassung von den Methoden des Lernens

Unser Methodenbegriff bezieht sich auf den Bereich der Lernmethoden. Damit sind jene Methoden gemeint, die den Schülern das Lernen erleichtern. Das Ziel des Methodencurriculums ist Lernkompetenz, d.h. die Fähigkeit und Fertigkeit zum selbstständigen Lernen. Dabei ist von Bedeutung, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten Schülerinnen und Schüler haben müssen, um sich Lerninhalte selbstständig anzueignen.

Grundgedanken

Die grundsätzliche Frage lautet nicht: Was müssen Schülerinnen und Schüler wissen? Vielmehr setzen wir eine Stufe vorher an und fragen: welche Fähigkeiten und Fertigkeiten müssen Schüler haben, um sich Wissen anzueignen?

Auf die Tatsache, dass eine vielschichtiger gewordene Berufs- und Arbeitswelt vom Einzelnen höhere Anforderungen hinsichtlich des Selbstmanagements und des selbstorganisierten Lernens (Stichwort “Lebenslanges Lernen”) verlangt, muss nicht extra hingewiesen werden, denn von Schülern wird nach ihrer Schulzeit verlangt werden, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und sich neues Wissen in kürzerer Zeit anzueignen. Dazu sind Arbeits- und Lerntechniken nötig, die den Schülerinnen und Schülern frühzeitig vermittelt werden müssen. Sie müssen lernen, sich selbstständig mit Inhalten auseinander zu setzen. Aber sie müssen ebenfalls wissen, welche Inhalte für sie wichtig sind, und wo sie diese Inhalte finden können. Und nicht zuletzt wird es wichtig sein, dass sie diese gefundenen Inhalte anderen kommunizieren können.

In einer Informationsgesellschaft stellt das Wissen um Information die wichtigste Ressource dar, Information als das Wissen um etwas. Wir gehen davon aus, dass die Schule nicht sämtliches Wissen, welches im Berufsleben benötigt wird, vermitteln kann. Vor allem nicht, da sich Wissen immer schneller wandelt und die Kenntnisse, über die Menschen im Berufsleben verfügen müssen, immer weiter wachsen. Was die Schule also vermitteln muss, sind Fähigkeiten und Fertigkeiten, also Kompetenzen), die den Wissenserwerb und die Wissensvermehrung auch nach der Schule ermöglichen.

Unser Konzept zielt darauf ab, diese Fähigkeiten zum einen zu benennen, und sie zum anderen jahrgangsspezifisch so zu ordnen, dass sie einen kumulativen Aufbau von Lernkompetenz ermöglichen.