Welche Methoden werden vermittelt?

Welche Methoden werden vermittelt?

| diese Grafik bitte in Bildschirmgröße |

Methoden Jahrgang 5

Einführungswoche

Die Einführungswoche zu Beginn des fünften Schuljahres hat zum Ziel, bei den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für Lernmethoden zu schaffen und dabei die folgenden Aspekte in Auswahl zu thematisieren. Es steht in der Entscheidung des Klassenlehrerteams, auf welche dieser Methodenbausteine dabei besonders eingegangen wird.

Folgende Bausteine des Methodencurriculums sollen thematisiert werden:

* Hausaufgaben (Führen eines Hausaufgabenheftes, die richtige Arbeitsweise bei der Erledigung der Hausaufgaben, Tipps und Tricks, Techniken und Abläufe)

* Packen der Schultasche (Wie und wann packe ich meine Schultasche, so dass ich für den nächsten Unterrichtstag bestens gerüstet bin?)

* Arbeitsplanung (Wie plane ich meinen Tag, damit ich meine Arbeit erledigen kann und trotzdem auch noch Zeit zur Entspannung habe?)

* Arbeitsplatzgestaltung (Wie kann ich meinen Arbeitsplatz organisieren, damit ich arbeiten kann ohne abgelenkt zu werden?)

* Entspannungs- und Konzentrationsübungen (Wie kann ich mich nach Arbeitsphasen am besten Entspannen? Wie kann ich mich am besten auf eine konzentrierte Arbeitsphase vorbereiten?)

* Kennen lernen (Dieser Aspekt spielt auf das soziale Gefüge, auf die Förderung eines positiven Gruppengefühls in einer neu zusammengestellten Klasse an.)

Wir gehen davon aus, dass nicht alle diese Methoden in der Einführungswoche abschließend behandelt werden können. Im weiteren Verlauf des Schuljahres erfolgen in diesen Bausteinen weitere und weiterführende Übungen.

Darüber hinaus werden weitere Bausteine behandelt:

* Lerntypen (Welcher Lerntyp bin ich? Wie lerne ich am effektivsten?) |mehr|

* Effektives Üben (Wenn ich weiß, welcher Lerntyp ich bin, kann ich effektiver Üben und dazu brauche ich gewisse Techniken.)

* Lesetechniken (Wie gehe ich an einen mir unbekannten Text heran? Wie “arbeite” ich mit einem Text? Z.B. 5- oder 7- Gang- Lesemethode o.ä.)

* Arbeiten und Lernen mit anderen I (Wie funktioniert das Zusammen- arbeiten und -lernen mit anderen?)

zurück

Methoden Jahrgang 6

* Wiederholung der Lernmethoden aus Jahrgang 5

* Mind Mapping (Regeln und erste Anwendungen)

* Markieren/Strukturieren (Wie kann ich einen Text oder Textausschnitte so bearbeiten, dass es mir leichter fällt, den Inhalt zu verstehen?)

* Notizen machen (Wie kann ich mir bei einem Vortrag, Film o.ä. Notizen machen, so dass ich mit ihrer Hilfe den Inhalt kurz darstellen kann? Wie müssen Notizen aussehen, dass auch andere Schüler mit ihrer Hilfe einen Inhalt verstehen können?)

* Arbeit mit Nachschlagewerken (Wie kann ich die für mich wichtigen Informationen aus welchen Nachschlagewerken heraussuchen?)

* Arbeiten und Lernen mit anderen II (Wie kommt man beim Zusammenarbeiten auch zu gemeinsam erzielten Ergebnissen?)

* Informationsbeschaffung I (Welche technischen und kommunikativen Fähigkeiten benötige ich, um an Informationen – auch außerhalb der Schule – zu gelangen?

* Präsentation I ( Welche Strategie ist hilfreich, eine Präsentation/einen Vortrag zu planen und zu gestalten?)

In den Bausteinen Arbeiten und Lernen mit anderen wollen wir die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken, indem wir sie zunächst in die Grundformen kooperativen Lernens und Arbeitens einführen, bzw. diese vertiefen, wo das schon geschehen ist. In einem weiteren Schritt sollen dann Arbeitsweisen geübt werden, die ein gemeinsames Arbeiten an Ergebnissen gewährleisten.

Die letzten drei Bausteine leiten schon über zur komplexeren Lernmethode/ Lernkompetenz “Präsentieren”. Wir gehen davon aus, dass diese Methode Teilkompetenzen in den Bereichen Informationsbeschaffung, Informationsbearbeitung und Präsentieren/ Vortrag halten beinhaltet. In Jahrgang sechs sollte schon mit der Einführung dieser Teilkompetenzen (auf niedrigen Kompetenzstufen) begonnen werden.

Bei der Teilkompetenz Informationsbeschaffung geht es insbesondere um die technischen und kommunikativen Voraussetzungen die nötig sind, Informationen (auch außerhalb der Schule) zu beschaffen. Dabei sollte der Umgang mit folgenden Quellen geübt werden: Lexika, Kataloge, Verzeichnisse, Computernachschlagewerke, Internet – Suchmaschinen, Bibliothek, Interview – und Fragetechniken (u.ä.).

Daran anschließend sollen Grundtechniken der Präsentation erworben werden: Vor allem sollten zunächst einmal Methoden zur Planung eines Vortrags/einer Präsentation geübt werden.

zurück

Methoden Jahrgang 7

* Wiederholung und Vertiefung der Lernmethoden aus Jahrgang 5 & 6

* Techniken der Informationsbeschaffung

* Visualisierungstechniken

* Brainstormingtechniken

* Selbstüberprüfung

Ein Schwerpunkt dieses Jahrganges liegt in der Erweiterung und Vertiefung der bisherigen methodischen Fähigkeiten. So sollten die Techniken der Informationsbeschaffung ausgeweitet werden, indem neben den gängigen Nachschlagewerken auch die Nutzung der Bibliothek zur gezielten Suche nach themenbezogener Literatur mit einbezogen wird. Das Internet, als ein wichtiges Medium zur Informationsbeschaffung, sollte mehr in das Blickfeld rücken.

Des Weiteren sollten Methoden zu Informationsverarbeitung thematisiert werden Dazu zählen Visualisierungstechniken, welche die beschafften und herausgearbeiteten Informationen hinsichtlich einer Präsentation auf verschiedene Art und Weise verdeutlichen können. Hier liegt auch eine deutliche Möglichkeit der Verzahnung mit dem Fachunterricht. Die unterschiedlichen Visualisierungsmöglichkeiten (wie z.B. Plakate, Wandzeitungen, Folien, Tafelbilder, Flipcharts, Pinnwand, Tabelle, Grafik, Diagramm oder auch Network, Mind Map, Zeitleiste, Umgang mit Software (Excel) o.ä.) können im Fachunterricht aufbereitet werden. Dabei sollten die Fachkonferenzen sich bei der Einführung der unterschiedlichen Techniken absprechen.

Da bei der Informationsbeschaffung (wie auch bei der nachfolgenden Informationsbearbeitung) das Sammeln von Informationen und Ideen zur Anwendung kommt, sollten auch die verschiedenen Techniken des Brainstorming thematisiert werden. Mit ihrer Hilfe sollen Schüler nicht nur verschiedene Informationsstränge ordnen können, sie können mit dieser Technik auch ihre eigenen Ideen innerhalb der Gruppe ordnen. Dabei stehen Regeln und Abläufe für dieses kommentarlose Sammeln von spontanen Einfällen zur Lösung von Problemen im Vordergrund.

Bei der Selbstüberprüfung lernen die Schülerinnen und Schüler, die eigenen Schwächen und Stärken zu analysieren. Dabei soll die Selbstreflexion (und damit ein wichtiger Bereich der Sozialkompetenz) gefördert werden. Sie sollen die eigenen Unterrichts- und Lernerfahrungen beurteilen und formulieren sowie Offenheit gegenüber abweichenden Einschätzungen entwickeln.

Das zu Beginn des Jahrgangs vorgesehene Wiederholen der Methoden gibt Möglichkeiten, diejenigen Methoden, die nach Beobachtung der KlassenlehrerInnen nicht oder nicht mehr vollständig angewendet werden können, zu vertiefen.

zurück

Methoden Jahrgang 8

* Wiederholung und Vertiefung der vorangegangenen Methoden

* Präsentation II

* Vortrag halten

* Zeitplanung

In Jahrgang acht sollen, ähnlich wie in Jahrgang sieben, die bereits vorhandenen methodischen Fähigkeiten vertieft und nur wenige Methoden neu eingeführt werden.

Dabei dienen die neueingeführten Methoden im Grunde ebenfalls zur Vertiefung: Sie beenden den Reigen der Methoden, den Schülerinnen und Schüler beherrschen sollten, um den methodischen Dreisprung

Informationsbeschaffung – Informationsverarbeitung – Präsentation

zu beherrschen.

Dazu sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen in der Präsentation mittels Techniken der Selbst- und Fremdbeobachtung vervollständigen. Sie lernen den Umgang mit und die Anwendung von Vortragstechniken (die im Bereich Selbstüberprüfung gemachten Erfahrungen werden ihnen dabei eine Hilfe sein). Des Weiteren werden ihnen die Techniken der Referatsgestaltung vermittelt.

Die für eine Präsentation (sowie für den individuellen Lernprozess) wichtige Methode der Zeitplanung gibt den Schülerinnen und Schülern noch einmal (nachdem in Jahrgang 5 schon einmal angesprochen) die Gelegenheit zu lernen, ihre Zeit gezielt einzuteilen. Sie erhalten Tipps für die Zeiteinteilung und lernen, den Zeitaufwand für gestellte Aufgaben zu reflektieren und nach einem Zeitplan zu arbeiten.

Damit verbunden sind Techniken zur Evaluation der eigenen Lernleistung. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, ihre bislang praktizierten Lernstile und Lernstrategien zu reflektieren. Im Vergleich mit anderen sollen sie die damit verbundenen Stärken und Schwächen erkennen und die Bereitschaft entwickeln, ihr eigenes Lernverhalten einem ständigen Evaluationsprozess zu unterziehen.

Unserer Meinung nach ist es wichtig, im Jahrgang acht die Einführung von Einzelmethoden zur Lernkompetenz zu beschließen. Es tritt ansonsten der Effekt der Übersättigung der Schüler ein: In vier aufeinanderfolgenden Schuljahren wurden sie in immer neue und vertiefende Methoden eingeführt. Auch wenn es vorgesehen ist, mit der Einführung auch die Anwendung im (Fach-)Unterricht zu verbinden, könnte doch sonst schnell der Eindruck bei den Schülerinnen und Schüler sich festigen, dass alle Methoden nur isoliert als gespeichertes Wissen zu betrachten sind. Der Nutzen dieser Methoden erschließt sich in der Anwendung bei problemlösungsorientiertem und selbstständigem Lernen. In Jahrgang acht wird damit schon ein Anfang gemacht, indem die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen in der Methode Präsentation vertiefen. In den zwei verbleibenden Jahrgängen der Mittelstufe soll darum die Anwendung der Methoden in unterrichtlichen Zusammenhängen im Vordergrund stehen.

Materialkiste